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Auf dem Weg, suchend Ein Roman und zwei Erzählungen für Jugendliche ab 12 Jahren Book on Demand 200 Seiten EURO 10,90 ISBN 978-3-837-034-592 |
Dieser Sammelband enthält neue Fassungen der Jugendbücher Die
Zeitzwillinge (neuer Titel: Vergiftete Hunde) und Gefährten des
Windes (neuer Titel: Das Foto) sowie die Erzählung „Das Ende der
Unschuld“, die ursprünglich in der Sammlung Die Regeln des Verhaltens
erschienen ist.
Vergiftete Hunde
"In dem Herbst, in dem er fünfzehn wurde, lernte
Thomas ein Mädchen kennen, das Hunde vergiftete..."
Nach dem Tod seines Vaters und dem Umzug in eine Stadt, in der er keine Freunde
hat, ist Thomas einsam und ohne Ziel. Mit der Mutter hat er keine
Gesprächsbasis, vor den Mitschülern ist er auf der Hut. Er bricht in eine
leerstehende Villa ein und schafft sich so ein zweites Zuhause. Doch eines
Tages wird er dort von einem Mädchen überrascht. Einem Mädchen, das sein
Gesicht unter einer Kapuze versteckt. Und schon bald lernt Thomas den Grund
dafür kennen ...
"Eine berührende Geschichte um zwei Außenseiter, die
aneinander Halt finden und den Mut, sich ihrem Leben zu stellen."
Rezension aus e-lisa (März 2001), auch in
"GermanistInnen-Forum" Nr. 19 (Juni 2001) veröffentlicht:
"Thomas (15) ist ein Außenseiter. Nach dem Tod des Vaters zieht er mit
der Mutter in die Stadt; während sich die Mutter als Fabriksarbeiterin abmüht, versucht
Thomas mit seiner vergangenen und gegenwärtigen Geschichte fertig zu werden.
Den Vater sieht er verklärt, er will die Wahrheit über ihn nicht wissen. In der
Schule wird er als Depp vom Land behandelt (gerade, weil er gut ist), mit der
Mutter gibt es fast immer Streit. Eines Tages lernt er Katharina kennen, deren
Gesicht durch eine Narbe verunstaltet ist; sie rächt sich für diese Narbe,
indem sie Hunde vergiftet, denn es war ein Hund, der sie als Kleinkind so
entstellt hat. Thomas und Katharina finden für einige Zeit Zuflucht in einem
Haus, in das Thomas eingebrochen ist, weil er die Besitzer auf einer Reise
weiß. Gegenseitig helfen sich die beiden, aus ihrer Isolation zu entkommen.
Parallel dazu, gewissermaßen die eigene Geschichte spiegelnd, arbeitet Thomas,
ein talentierter Zeichner, an einem Comic, der die Geschichte des Knappen
Michael erzählt, der in Liebe zur schönen Spielmannstochter entbrannt ist. Im
Epilog erfahren wir, dass nicht nur Michael seinen Weg macht ...
Die Parallelwelt als Zufluchtsort, um mit dem eigenen schwierigen Los
zurecht zu kommen, findet sich auch in Horns Gefährten des Windes,
wenngleich der Autor diesen literarischen Trick im vorliegenden Buch etwas
differenzierter handhabt. Beide Romane nutzen allerdings das Pendeln zwischen
der Alltags- und Fluchtwelt erzähltechnisch sehr geschickt, um Spannung zu
erzeugen. In beiden Büchern werden wir, trotz der unerfreulichen Schicksale der
Jugendlichen, mit einem Hoffnungsschimmer entlassen, und es wird uns bewusst,
dass Heranwachsen allemal schwer ist." (Christian Holzmann)
Rezension aus "bibliotheks nachrichten" 2/01:
"Diese bedrückende, mitreißende und milieustarke Beziehungsgeschichte
lässt trotz der düsteren Lebenswelt immer wieder Hoffnung aufkeimen. Mit
Aufatmen werden junge Leser/innen dieses Jugendbuch weglegen: Katharina und
Thomas haben es geschafft. Zu diesem Buch gibt es kostenlose Unterrichtsbehelfe
und Materialien für Lehrpersonen. Es ist auch als Klassenlektüre vorzüglich
einsetzbar." (Karl Heinz)
Rezension aus "Solidarität für junge Menschen" (April 2001):
"Wem das Wasser bis zum Hals steht, der soll den Kopf nicht hängen
lassen. - Die Zeitzwillinge des Waldviertler Autors Peter Horn ist
eine berührende Geschichte, ganz ohne Kitsch und Klimbim, und bestimmt ein gutes
Thema für ein Referat. Ihr trefft damit bei vielen Schulkollegen den Nerv -
garantiert!"
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Das Foto
Jakob fühlt sich weich
an, als er sich in der Dunkelheit an Manuels knochige Brust drückt. Er bläst
ihm seinen warmen Atem an den Hals.
"Die
Geschichte?", fragt Manuel flüsternd.
"Ja!
Bitte!"
"Also die
Geschichte ..."
"Von Anfang
an!"
"Gut
..."
Die
Geschichte, die sich Manuel für den kleinen Bruder ausgedacht hat, um ihn in
diesen Nächten zu beruhigen, um ihn seine Alpträume vergessen zu lassen. Die
Geschichte, wie schon oft in einer Nacht, deren Herzschlag durcheinander
gekommen ist. Die Geschichte, von Anfang an.
"Zwei Brüder auf der Suche
nach einem Foto, das ihnen zeigt, woran sie sich nicht erinnern können: die
Gesichter ihrer Eltern. Ein berührender Roman voll Verzweiflung und dem Mut,
das verwirrende eigene Leben in den Griff zu bekommen."
Rezension aus
"bibliotheks nachrichten" 2/01:
"Eine berührende
Geschichte, die die Verzweiflung, den Mut und die Entschlossenheit der Kinder
widerspiegelt - bestärkt durch das liebevolle Verhältnis der beiden
untereinander - in der Hoffnung, das leere Blatt ihrer Vergangenheit
beschreiben zu können. Für Jugendliche kann dieses Buch ermutigend sein, die
eigenen Wege und Ziele zu gehen und zu erreichen (...) Sehr
empfehlenswert!" (Irmgard Preißler)
Rezension aus
"buchkritik.at", Juni 2003:
"Eigentlich besteht das
Buch aus zwei Geschichten, die abwechseln erzählt werden. Da ist die Geschichte
um Manuel und seiner Suche nach seinen Wurzeln, und dann ist da noch die
phantastische Geschichte, die Manuel seinem Bruder vor dem Schlafen erzählt.
Natürlich reflektiert die Gute-Nacht-Geschichte oft die Ereignisse in Manuels
Leben. Der Hauptcharakter des Buches ist mit seinen Gewaltausbrüchen eine
ungewöhnliche Figur für einen Jugendroman. Peter Horn legt großen Wert auf
Realismus, Schönfärberei gibt es keine (...)" (Alfred Ohswald)
Aus einem Brief von Mag.
Michaela Gutjahr, Bundesgymnasium Wieselburg, 2003:
"Lieber Herr Horn! Wir
haben Ihr Buch Gefährten des Windes als Klassenlektüre gelesen und ich
sende Ihnen die Reaktionen meiner Schüler und Schülerinnen (2A-Klasse) als
Briefe zu. Ich glaube, dass das Buch insgesamt ein recht positives Echo in der
Klasse fand, wir verwendeten auch viel Zeit, um die Probleme zu besprechen, die
im Buch ja gehäuft auftreten. Ich selbst kann Ihnen nur gratulieren zu dieser
neuen Adoleszenzliteratur, die die Jugend sowohl inhaltlich als auch sprachlich
herausfordern müsste. Danke auch für Ihren Besuch bei uns!"
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