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Licht zwischen Schatten Reiseerzählungen Literaturedition Niederösterreich 132 Seiten EURO 17,- ISBN 3-901117-11-3 |
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Dieses Buch ist noch unter dem Namen Peter Schnaubelt erschienen.
Rezension von Johann Fenz aus Das Waldviertel:
"Gemeinsam ist diesen Erzählungen, ein Ich-Erzähler von ungewisser Herkunft, ein Einzelreisender, dem der Leser an wechselnden Schadplätzen begegnet (USA, Südengland, Korfu, Madagaskar, Tansania, Botswana, Malawi, Malaysia). Im Erzähler den Autor autobiographisch eingekleidet zu sehen, stellt sich als Irrtum heraus. Dieses Ich ist kaum greifbar, es ist selbst wenig aktiv. Der Erzähler beschränkt sich auf das Beobachten, Betrachten, sehnt sich nach Nähe, lässt seinen Gedanken freien Lauf, verwischt teilweise die Grenzen zwischen Realität und Phantasie.
Die eigentlichen Handlungsträger sind Randerscheinungen der Gesellschaft, Sonderlinge, Gewalttäter, aber allesamt nicht unsympathisch. Sie begegnen dem, Erzähler irgendwo auf der Welt, treten kurz in sein Leben, begleiten ihn ein Stück und verschwinden ebenso lautlos wieder, bleiben Episode. Dies deutet auch ein Zitat von A. Dalmas an, das Schnaubelt an den Anfang der Erzählungen stellt:
"Wohin ich mich wende, lösen Episoden einander ab, aber sie bilden keine Folge. Sie beleuchten, nur gewisse Strecken zwischen den Schatten."
Auf seiner Spurensuche im Abseits, jenseits des Tourismus, sieht sich der Erzähler zuweilen gefangen in einer Welt, die er aus Filmen und der Literatur bereits zu kennen, glaubt. In ironisch-witziger Weise verstellen ihm allzu gewohnte Sehweisen den Blick auf Neues, Unerwartetes, auf das Wesentliche."
Rezension von Volker Koesling aus Scriptum:
"Bibliophile werden dieses Buch ohnehin nach dem ersten flüchtigen Durchblättern nicht mehr aus der Hand legen wollen. Die Bilder von Franz Part, von dem auch das Vorsatzpapier stammt, sind schon für sich allein eine Entdeckung. Aber auch die anderen werden von den 12 Geschichten in diesem Band durchaus angetan sein. Sie handeln von Menschen und vom Umgang der Menschen miteinander. Dabei kommen sie ganz ohne moralischen Zeigefinger, ohne zeitgemäße Schnoddrigkeit oder satirische Überhöhung aus, aber auch ohne Trostlosigkeit und Verzweiflung, und oft sogar ohne Pointe.
Erzählt werden in einer lapidaren Sprache Alltagsbegebenheiten, obwohl es noch lange keine alltäglichen Geschichten sind. Es gibt in ihnen keine Hektik, keine Brüche und kein quirliges Auf-der-Stelle-treten. Ruhig und beständig bewegen sich die Handlungen voran.
Manchmal hat man den Eindruck, das Eigentliche der Erzählungen läge außerhalb der gedruckten Wörter. So wie auch das Sein sich zwischen den Dingen verbirgt. Man scheint einem Schattenspiel zuzusehen, bei dem die Wirklichkeit auch nur schattenhaft abgebildet wird. »Prolog und Epilog vom Schattenspieler« unterstützen diese Deutung. Es wird einem beim Lesen nie ganzklar, ob man in einer Höhle sitzt und auf die Wand starrt, oder ob man die Wirklichkeit vor Augen hat."