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Das Alien unter der Kappe

 

„Ich in der Benni. Ich bin zehnJahre alt und habe vor einiger Zeit

einen echten Außerirdischen getroffen. Das klingt zwar unglaublich,

aber du kannst es mir ruhig glauben.“

 

Eigentlich ist es eine ganz normale Familie, in der der 10-jährige Benni lebt. Doch die Ereignisse, die sich eines Tages auf dem Schulweg entspinnen, sind ganz und gar nicht normal. Da ist Benni, der gern in Ruhe Game­boy spielen will. Da ist seine kleine Schwester Lisa, die ihn mit ihren Puppen nervt. Und da ist die Mama, die fest davon überzeugt ist, dass an ihr eine Musical­sängerin verloren gegangen ist und die deshalb im Auto ständig tragische Liebe­sarien singt. Aber auf einmal ist da noch jemand im Wagen: Von einem Moment auf den ande­ren taucht unter Bennis geliebter Baseballkappe ein winziges Alien auf. Und von diesem Tag an überstürzen sich die Ereignisse in Bennis Familie ...

 

Diese Ausgangssituation bildet den Anlass für eine Reihe komischer und span­nender, meist aber heillos chaotischer Erlebnisse von Benni, seiner Familie und ihrem ungebetenen außerirdischen Gast. Aloisius Karumba, so sein Name, stammt vom Planeten Nahundfern. Er ist auf die Erde gekommen, um Bennis Papa von der gefährlichen Glitschkrankheit zu retten. Diese Krankheit hat sich der Papa in der Antarktis zugezogen. Er ist in eine Grube mit Müll gefallen, den die Aliens bei ihrem letzten Besuch auf der Erde vor langer Zeit zurückgelassen haben. Nun „glitscht“ er durch den Sessel, auf dem er sitzt, durch den Boden, auf dem er steht – und wird dabei immer glitschiger. 

 

Er ist Pinguinforscher und lebt einen Großteil der Zeit in einer Station im Ewigen Eis. Wenn er Urlaub hat und seine Familie besucht, ist dies für Benni nicht nur besonders schön, weil er seinen Papa sehr liebt, sondern leider auch besonders stressig, weil er ihn dann mit seiner Aufmerk­samkeit und Liebe, mit immer neuen Ideen und Aktivitäten fast erdrückt. Gemeinsam mit Aloisius machen sich Benni, Lisa und ihre Mama auf, um dem Papa zu Hilfe zu eilen. Sie „trans­mittieren“ (das ist Aloisius´ Art zu reisen) in den Dschungel von Sumatra, um  Morgentau von der größten Blüte der Welt zu melken, denn damit lässt sich die Glitschkrankheit bekämpfen. Zu dumm, dass es sich bei dieser Blume um eine fleischfressende Pflanze handelt. Doch zum Glück wirken Mamas Arien auf diese Pflanze besänftigend ...

 

Gemeinsam besteht die Familie mit Humor und großem Einfallsreichtum eine Reihe von Abenteuern rund um den Erdball. Wobei sie auf immer neue und höchst seltsame Gefährte einer Gruppe von feindlichen Außerirdischen stößt, die ihnen auf den Fersen ist und einfach alle Menschen, die von der Existenz der Aliens wissen, gefangen nehmen will. Die Aliens passen ihre Gefährte nämlich der Umgebung an. So gibt es Schlangenchamäleons im Dschungel, eine boxende Kängurubrigade in Australien und Pinguinroboter in der Antarktis, die Benni und die anderen stets im unpassendsten Moment stören. Sie kriegen aber auch Unter­stützung – durch Professor Krapfenbaum, den kauzigen langjährigen heimlichen Verehrer von Bennis Mama und besten Freund von seinem Papa, und den geheimnisumwitterten „Bauchfaltenmann“, der bereits vor 150 Jahren gelebt hat und gerade im richtigen Augenblick mit seinem Luftschiff auftaucht ...

 

Trotz Bennis zuweilen ironischem Erzählton, der alle Beteiligten (und auch Benni selbst) gnadenlos auf die Schaufel nimmt und den lustig-leichten Ton der fantasievollen Geschichte bestimmt, ist klar, dass es Gefühle wie Liebe und Freund­schaft sind, die die Charaktere füreinander empfinden. Selbst wenn sich Benni über seine kleine Schwester beschwert, räumt er doch immer wieder über­rascht ein, welch gute Ideen Lisa hat. So ist es der Zusammenhalt der Familienmit­glieder und der Freunde, der sich als großes Thema und somit als roter Faden durch die turbulente Geschichte zieht. Und der Benni und den anderen schließlich den Weg weist, wie sie dem Papa helfen können. Denn natürlich gelingt es ihnen, den Papa von der Glitschkrankheit zu retten. Es gelingt ihnen aber auch, Frieden zwischen den Menschen und den beiden Aliengruppen mit ihren unterschiedlichen Anschau­ungen zu stiften. Wobei Lisas Barbiepuppen eine nicht unwichtige Rolle spielen ...

 

Und Benni und Aloisius, das kleine Alien, das so unerwartet unter seiner geliebten Baseballkappe aufgetaucht ist, werden die besten Freunde, die miteinander nicht nur ihren Spaß haben, sondern einander auch in Momenten der Traurigkeit und der Verzagtheit beistehen und Mut zusprechen.

 

Das Buch wird im April 2008 erscheinen. Gerald Grunow, ein junger Künstler, steuert die Illustrationen zur Geschichte bei. .